Impfschäden: Gesichtswahrung wichtiger als Menschenleben

Impfschäden: Gesichtswahrung wichtiger als Menschenleben


Die aufsehenerregende Studie von Professor Harald Matthes von der Charité, laut der Impfschäden deutlich häufiger auftreten als offiziell angegeben, stört. Anstatt sie ernst zu nehmen, versuchen Charité und Medien, sie leichtfertig zu diskreditieren.

Impfschäden: Gesichtswahrung wichtiger als Menschenleben

von Felix Perrefort

Die Berliner Charité distanziert sich und hat die Studie nun auch von ihrer Website genommen (über WaybackMachine ist die Seite noch abrufbar). Journalisten und sogenannte Faktenchecker bemängeln eine angebliche unwissenschaftliche Methodik. Überraschend ist das nicht: 

Wer seit Beginn der Impfkampagne die Sicherheit der Impfstoffe propagiert, sie unterschiedslos fast allen Altersgruppen jeden Gesundheitsstatus anempfiehlt und zwecks „Motivation“ zu diesem medizinischen Eingriff (der gemäß dem Nürnberger Kodex auf Freiwilligkeit beruhen muss) den indirekten bis direkten Zwang befürwortet, hat kein Interesse an öffentlichen Zweifeln an der Sicherheit der Impfstoffe. 

Vorweg: Den positivistischen Streit um die Genauigkeit bzw. Ungenauigkeit der Zahl 0,8 Prozent kann der Laie nicht gewinnen; zwar ist es durchaus nicht unwichtig, ob nun 0,8 Prozent, 0,37 Prozent oder doch „nur“ 0,2 Prozent der gegen Corona Geimpften schwere Nebenwirkungen davongetragen haben – schließlich führen die jeweiligen Prozentangaben zu erheblichen Unterschieden hinsichtlich der absoluten Anzahl an Impfgeschädigten. Entscheidend für die Kritik bzw. Verteidigung der Impfkampagne ist aber zunächst und vor allem, ob die Behauptung der Seltenheit der Nebenwirkungen aufrechterhalten werden kann. Als „selten“ gelten Nebenwirkungen im Bereich von 1–10 von 10.000, als „sehr selten“, wenn sie weniger als einen von 10.000 Behandelten betreffen.

Laut PEI: Schwere Nebenwirkungen nicht „sehr selten

Schauen wir uns also zunächst einmal an, welche Behauptungen die Bundesregierung und ihre weisungsgebundenen Behörden diesbezüglich aufstellen: Das RKI schreibt betreffend Impfungen im Allgemeinen: „Schwerwiegende sogenannte unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) nach Impfungen sind sehr selten“. Wer nun wissen will, wie selten diese speziell nach den Corona-Impfungen sind, erhält auf den Regierungsseiten bezeichnenderweise keine genaue Antwort: „Das Risiko einer schwerwiegenden Nebenwirkung infolge einer Impfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 liegt bei gerade einmal 0,02%, betrifft also durchschnittlich nur eine von 5.000 Personen“, also zwei von 10.000 Behandelten. Selbst den offiziellen Zahlen zufolge wären die schwerwiegenden Nebenwirkungen also keineswegs „sehr selten“, sondern allenfalls „selten“ – ohne Erwägung eines Underreportings. 

Demgegenüber stehen die „schweren Verläufe“, also Corona-bedingte Lungenentzündungen, die das RKI einst mit 1 Prozent unter den symptomatischen Infektionen angab – die Mehrheit der Infektionen vollzieht sich bekanntlich symptomlos – und prozentual nun nicht mehr ausweist (Screenshots siehe hier). Das Verhältnis 1 von 5.000 versucht die Bundesregierung nun so aufzuwiegen: „Jede zehnte Person, die sich infiziert, muss mit der sehr viel höheren Wahrscheinlichkeit eines schweren Verlaufs von COVID-19 rechnen.“ Verwiesen wird dabei unbestimmt auf den epidemiologischen Steckbrief auf der Seite des RKIs, wo man folgende Behauptung finden kann: „In einer Analyse der Daten aus dem deutschen Meldesystem (bis Februar 2021) wurden kumulativ ca. 10% der in Deutschland übermittelten Fälle hospitalisiert (136).“ Mit dieser defizitären Zahl – 75 Prozent der ‚Covid-Patienten‘ waren laut dem Klinik-Konzern Helios nämlich gar keine – will die Bundesregierung davon überzeugen, dass das Kosten-Nutzen-Verhältnis der Impfungen positiv ausfällt? Müssten wirklich derart viele Infizierte im Krankenhaus behandelt werden, würde jeder dutzende Menschen kennen, denen dies widerfahren ist. 

Doppelte Standards offensichtlich 

Kommen wir damit zum Diskreditierungsversuch der „Zeit“. Unter der Überschrift „Viel behauptet, nichts belegt“ diffamieren Ingo Arzt und Florian Schumann Matthes‘ Studie als insgesamt unhaltbar. Als Korrektiv der Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) führen sie die offizielle Angabe Schwedens ins Feld, die bei 0,05 Prozent liegt und auf einem Impfregister beruht, das sich dadurch auszeichnet, dass die Nebenwirkungen nicht als Impfkomplikationen gemeldet werden müssen. Diese Angabe entspricht 5 von 10.000, also 1 von 2.000 – eine Zahl, die in einer Marketingkampagne ganz sicher nicht auftauchen würde, weil sie dem Alltagsempfinden als durchaus beunruhigend gilt. Erscheint den „Zeit“-Journalisten diese Angabe wirklich noch als selten und damit vertretbar? 

Dass die „Kritik“ an Matthes‘ Studie keinem der Wahrheit, sondern der Gesichtswahrung verpflichteten Interesse entspringt, verrät sich an den offenkundigen doppelten Standards. Akribisch wird nun mit der Lupe nach methodischen Mängeln gesucht, während seit zwei Jahren Corona-Maßnahmen die sie begründende Datenlage nie grundsätzlich infrage gestellt wurde. Jeder Abiturient könnte erkennen, dass die Corona-Daten unwissenschaftlich, da unsystematisch erhoben worden sind – ein Umstand, der implizit auch offiziell eingestanden wird, wenn es heißt, die Datenlage reiche nun nicht hin, um die Corona-Maßnahmen zu evaluieren.

Wer etwa bei der Berechnung der sogenannten Inzidenzen die Anzahl der Tests nicht berücksichtigt, die Kalibrierung der PCR-Tests in Sachen Ct-Werte nicht bundesweit vereinheitlicht und über die Zeit hinweg in unterschiedliche Bevölkerungsgruppen hineintestet, der geht so stümperhaft wie ein Chemie-Schüler vor, der während eines Experiments ständig die Versuchsanordnung ändert. 

Nun, da es um schwerwiegende Impfreaktionen geht, die von Matthes eher als Warnsignal und Forschungsimperativ sowie Hinweis auf die Notwendigkeit von ärztlichen Anlaufstellen denn als in Stein gemeißelte Fakten behauptet werden, werden methodische Schwächen skandalisiert, während eben solche in himmelschreiender Form seit zwei Jahren keiner Skepsis und Kritik würdig gewesen sein sollen, obwohl an die so generierten Daten gewaltige Grundrechtseinschränkungen geknüpft wurden. Ganz offensichtlich wird hier mit zweierlei Maß gemessen.

Underreporting vor Corona ein Problem 

So viel ist sicher: Unabhängig davon, wie die Methodik Matthes‘ im Einzelnen nun zu beurteilen wäre, ist sie dem passiven Meldesystem des Paul-Ehrlich-Instituts weit überlegen. Dieses setzt darauf, dass Impfnebenwirkungen von den Ärzten von sich aus gemeldet werden, was zum einen im ärztlichen Alltag schwierig zu bewerkstelligen ist, zum anderen auch eine ideologische Unvoreingenommenheit und Erfahrungsoffenheit seitens der Mediziner voraussetzt. Da man im Einzelfall kaum mit letzter Gewissheit sagen bzw. beweisen kann, ob bei einem Schaden eine Kausalität zur Impfung vorliegt, liegt die Option, einfach nicht zu melden, immer nahe. Underreporting ist darüber hinaus nicht erst seit Corona ein Problem. Das Ärzteblatt schreibt 2016: 

Ein zentraler Faktor für die Funktionalität von Spontanmeldesystemen [nichts anderes ist das aktuelle Coronaimpfung-Meldesystem] ist neben der Qualität der Meldungen vor allem die Meldequote. „Underreporting“ beschreibt dabei in Bezug auf die tatsächlich aufgetretenen (und beobachteten) UAW falsch zu niedrige Meldequoten und reduziert die Funktionalität von Spontanmeldesystemen erheblich. 

Anschließend wird eine Studie angeführt, die dieses Urteil mit beunruhigenden Zahlen untermauert. Man muss entweder sehr naiv oder sehr unverfroren sein, um wie das PEI eine „ausgeprägte Untererfassung schwerwiegender Impfnebenwirkungen für abwegig“ zu halten.

Einerseits setzen Politik und konforme Medien also auf eine Methodik, die zwingend und für jedermann erkennbar eine miserable Datenlage erzeugt und behaupten auf deren Basis die Sicherheit der Impfstoffe, während sie andererseits kleinkariert alles anzweifeln, was den eigenen Narrativen widerspricht. Dabei wäre es doch von vornherein Staatsaufgabe gewesen, für eine belastbare Datenlage zu sorgen, indem man etwa ein aktives Meldesystem einrichtet oder repräsentative Kohortenstudien durchführt. Die Beweislast hinsichtlich der Sicherheit liegt auf Seiten des Staates. Er kann sie nicht einfach umkehren, indem er Kritikern eine mangelnde Datenlage zum Vorwurf macht, wo er selbst doch für eine ausgezeichnete hätte sorgen müssen – insbesondere wo es um etwas so Elementares wie die physische Gesundheit geht. 

Fassen wir zusammen: Laut PEI sind die schwerwiegenden Nebenwirkungen nicht sehr selten. Den von der „Zeit“ referierten Angaben zufolge liegen sie bei 1 zu 2.000. Selbstverständlich ist Underreporting ein ernst zu nehmendes Problem. Wer methodische Mängel bei Matthes sucht und die amtlichen Corona-Daten unangetastet lässt, geht einseitig und parteiisch vor. Bei der Regierungsverlautbarung, man lande mit zehnprozentiger Wahrscheinlichkeit im Krankenhaus, sobald man sich mit Corona infiziert, handelt es sich um haltlose Angstmache zwecks Aufwiegen der Impfschäden. 

Sollte der deutsche Staat aus sturer Rechthaberei weiterhin gegen deutliche Warnsignale seitens eigener und fremder Daten sowie gegen ärztliche Erfahrungen am Dogma der Sicherheit der Impfstoffe festhalten, wird er nicht nur die nun unmittelbar Betroffenen sträflich im Stich lassen, sondern das Vertrauen in die Institutionen und die Medizin bei einem Großteil der Bevölkerung dauerhaft verspielen. Wie verkündete einst Angela Merkel: „Jedes Leben, jeder Mensch zählt“. Schön wäre es ja. 

erschienen auf Achgut


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Archiv


Montag, 16 Mai 2022

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