Niedersachsen-Wahl: Wird die Bundesregierung dasd Signal hören und auch verstehen?

Niedersachsen-Wahl: Wird die Bundesregierung dasd Signal hören und auch verstehen?


In ihrer unendlichen Weitsicht haben die Wählerinnen jederlei Geschlechts sich und dem „Land mit Weitsicht“ (Niedersachsens Eigenwerbung) genau das Resultat beschert, das beide verdienen.

Niedersachsen-Wahl: Wird die Bundesregierung dasd Signal hören und auch verstehen?

Von Ramiro Fulano

Doch zunächst zu etwas ganz anderem. Wie eine altbekannte Spruchweisheit sagt, verbringen die Schafe ihr Leben in der Angst vor dem Wolf und werden am Ende vom Schäfer verspeist. Sobald Sie dieses Diktum in seiner ganzen Breite und Tiefe verstehen, meine Damen und Herren, sehen Sie die offizielle Politik mit anderen Augen und beginnen, sie zu verstehen.

Was waren bei der Niedersachsen-Wahl die bestimmenden Themen? Erstens die Energieversorgung (teuer und prekär), zweitens die Inflation (exorbitant und steigend) und erst drittens, mit 17 %, der sogenannte Klimawandel (kreisch-kreisch, wir werden alle sterben!).

Kaum geht’s ans Eingemachte, schon versinkt die Lieblingsangst der ökologisch-korrekten Weltuntergangs-Sekte in der relativen Bedeutungslosigkeit auf Platz drei der größten Bangemacher.

Zudem beschäftigt das Klima eigentlich nur die „grüne“ Basis. Allen anderen ist das Thema inzwischen mehr oder weniger egal. Während man und frau in der wirklichen Welt sich nunmehr also mit den tatsächlichen Sorgen des realen Lebens beschäftigen muss, dreht sich bei den ökologisch-korrekten Champagner-Sozialistinnen jederlei Geschlechts noch immer alles um irgendwelche Luxus-Marotten, von denen 85 % der Menschen nur träumen können.

Trotzdem sieht es so aus, als würde in Hannover demnächst eine Art muffige 90er-Jahre-Party steigen: Rot-Grün werden vermutlich die Koalitionspartner der nächsten Landesregierung. Doch gemach, liebe Niedersachsen: Spätestens, wenn die Hampel-Koalition in Berlin kollabiert, wird Weil im Kanzlerbunker einquartiert. Wen anders haben die Sozialkleptokraten nicht in petto, um die Rolle eines sämigen Landesvaters zu spielen.

Doch zunächst hat auch die SPD genau das bekommen, was sie offenbar braucht und möchte: politische Bevormundung durch eine linksradikale Sekte von Spinnern, Laberwissenschaftlern und Möchtegern-Klimaterroristinnen jederlei Geschlechts. Obwohl „Das Klima!“ in der sozialkleptokratischen Basis angesichts von realweltlichen Themen wie Inflation und Energiekrise vom Aussterben bedroht ist und in ein paar Jahren so wie das Waldsterben der 80er enden dürfte – als Treppenwitz der Geschichte. Wenn wir nämlich die Flüssigsalz-Reaktoren aus der VR China importieren.

Aber vorher wird nochmal der Bock zum Gärtner gemacht und Scheitern belohnt, denn mit den Ökopathen säßen auch in Hannover die Hauptverantwortlichen für das gegenwärtige Desaster in der Regierung. Nicht, um die Probleme des Landes zu lösen, sondern um der SPD – die sie hinter vorgehaltener Hand aus tiefstem Herzen hassen und verachten – auf der Nase herumzutanzen. Rot und „Grün“ haben einander verdient wie Arsch und Eimer.

Die Sache hat übrigens einen interessanten Haken: Von ihrem Umfrage-Hoch bei 22 % ging es für die „Grünen“ innerhalb einer Woche steil bergab auf 14 % am Wahltag. Waren diese Umfrage-Zahlen eine politische Gefälligkeitsleistung, um die Ökopathen zu hypen? Rhetorische Frage.

Jedenfalls ist da wohl jemand wie ein Tiger gesprungen und als Stephan Weils WC-Umrandung gelandet. Hätte der Wahlkampf zwei Wochen länger gedauert, wären die Ökopathen vielleicht an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert, wer weiß, so sehr drehte sich die Stimmung zum Schluss gegen sie. Das nur zur Einordnung des momentanen Höhenflugs der „Grünen“ in bundesweiten „Umfragen“. Man kann da getrost überall ein Drittel abziehen, dann stimmt es vielleicht.

Aber nicht nur Rot-Grün hat bekommen, was sie wollten (Macht, alles andere ist ihnen egal). Auch die CDU hat sich einen lange gehegten Wunsch erfüllt und ist mit Pauken und Trompeten untergegangen: um 6 % verloren und nur noch 28 % aller Stimmen. Das ist nicht schlecht für die schwarzen Schnarch-Michel, sondern sauschlecht. Ihr Spitzenkandidat, der Althausmeister, äh Althusmeier, ist bereits nach der ersten Hochrechnung zurückgetreten und wieder in jener Versenkung verschwunden, aus der er schon den ganzen Wahlkampf über nicht rausgekommen ist.

Außer einer debil lächelnden Kandidatin (m, w, d, x) vor Öko-Windmühlen habe ich kein einziges CDU-Plakat gesehen, und ich habe wirklich danach Ausschau gehalten. Die schwarzen Ökopathen wollten diese Wahlen verlieren und der Wunsch wurde ihnen vollumfänglich erfüllt.

Und es ist die FDP an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert: 4,7 % laut Endergebnis. Selbst damit wurde den freilaufenden Asympathen mehr Gnade als Recht zuteil. In einer Demokratie, die es ernst mit sich meint, wären diese 1A-Nieten jetzt nicht nur in Hannover, sondern vor allem in Berlin arbeitslos. Wenn Lindner in drei Jahren noch eine funktionierende Partei haben will, sollte er jetzt zusehen, dass aus der Berliner Hampel-Koalition möglichst schnell eine Fußgängerampel wird, sonst war’s das.

Und die Alternative? Nun ja, rund 11 % sind für Niedersachsen ein gutes Ergebnis. Stellenweise liegt sie bei 18 %. Und in mehr Wahlkreisen ist die AfD auf dem dritten Platz gelandet als die ökologisch-korrekten Champagner-Sozialisten. Das könnte auch anderen Parteien zu denken geben, aber dazu ist die polit-mediale Blase in Hannover viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt. 11 % AfD, das ist für das schwarz-rot-grüne Establishment so etwas wie die Grundgebühr dafür, dass man auch in Zukunft ungestört seinem politischen Tagesgeschäft nachgehen kann.

 


Autor: Ramiro Fulano
Bild Quelle: Archiv


Montag, 10 Oktober 2022

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