Putin bietet Waffenstillstand an, Selenski lehnt ab

Putin bietet Waffenstillstand an, Selenski lehnt ab


Wladimir Putin verkündet die Annexion des Donbass, während Wolodymyr Selenski einen NATO-Beitritt der Ukraine fordert. Während die Welt scheinbar am Rande des 3. Weltkriegs taumelt, bietet Donald Trump an, einen Frieden auszuhandeln. Joe Biden scheint überfordert.

Putin bietet Waffenstillstand an, Selenski lehnt ab

Bei seiner 50-minütigen Rede zur offiziellen Annexion vier Gebiete Donetsk, Luhansk, Saporischschja und Cherson an die Russische Föderation rechtfertigte  Wladimir Putin die Annexion der russischsprachigen Gebiete:  »Die Grenzen wurden willkürlich gezogen. Die Sowjetunion existiert nicht mehr. Es gibt aber nichts Stärkeres als den Willen von Millionen von Menschen, zurückzukommen in ihre wahre historische Heimat.«

Putin sagte, der Sanktionsdruck reiche dem Westen nicht mehr aus, man stelle nun auf Sabotage um. »Die Angelsachsen hatten ein paar Sanktionen. Sie haben auf Sabotage umgestellt, es ist unglaublich, aber Tatsache ist, dass sie durch die Organisation von Explosionen auf den internationalen Gaspipelines Nord Stream, die am Grund der Ostsee verlaufen, tatsächlich begonnen haben, europäische Energieinfrastruktur zu zerstören«.

Putin bot der Ukraine einen Waffenstillstand an und forderte Kiew auf, an den Verhandlungstisch zu kommen.

Selenski sagte als Antwort, die Ukraine sei de facto Teil des NATO-Bündnisses. »Heute bewirbt sich die Ukraine, um es juristisch offiziell zu machen … Wir nehmen diesen entscheidenden Schritt, indem wir den Antrag der Ukraine auf beschleunigten Beitritt zur NATO unterzeichnen.« Er werde nicht verhandeln, so lange Wladimir Putin Präsident bleibe, so Selenski.

Beide Seiten beschuldigten einander diese Woche, mit einem atomaren Erstschlag gedroht zu haben.

Präsident Donald Trump warnte vor einer weiteren Eskalation und bot an, eine Verhandlungslösung zu suchen. »Wir dürfen mit dieser Pipeline-Explosion nicht alles schlimmer machen«, schrieb Trump auf Truth Social (nicht in Europa verfügbar). »Wir müssen strategisch denken, schlau sein (oder genial!) und JETZT einen Deal aushandeln. Beide Seiten wollen und brauchen ihn. Die ganze Welt hängt davon ab. Ich kann die Verhandlungsgruppe anführen.«

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg will in Kürze zur Presse sprechen. Biden-Mitarbeiter sollen die beschleunigte NATO-Bewerbung der Ukraine unterstützen, so Reporter Jack Posobiec in Washington.

Joe Biden wollte bei einer Pressekonferenz zum Orkan in Florida keine Fragen zur Sprengung der Nord Stream 2 Pipeline beantworten.

Bei einem Auftritt in Goslar sagte die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel, dass langfristig an einer Gesamteuropäischen Sicherheitsarchitektur gearbeitet werden müsse - »auch unter Einbeziehung Russlands«, berichtet der Focus.


Autor: Freie Welt
Bild Quelle: Archiv


Samstag, 01 Oktober 2022

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